ProntoWeb WhatsApp

Fassung agb-2026-10-24-entwurf · Stand 24. Oktober 2026 · English version

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen von ProntoWeb für das Abo „Website im Abo“. Anlage 1 ist die Auftragsverarbeitungsvereinbarung, Anlage 2 die Widerrufsbelehrung.

§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

  1. Anbieter ist die tiro UG (haftungsbeschränkt), Solinger Straße 3, 10555 Berlin, vertreten durch den Geschäftsführer Paul Kunhardt. Sie ist eingetragen beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter HRB 270107 B, ihre USt-IdNr. ist DE451517867. Erreichbar ist sie unter prontoweb@tiro-agent.com. Sie handelt unter der Marke „ProntoWeb“ („wir“).
  2. Diese AGB gelten für Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) und mit Unternehmern (§ 14 BGB). Wo eine Regel nur für eine der beiden Gruppen gilt, steht das dabei.
  3. Wir behandeln jeden Kunden als Verbraucher, bis er nachweist, dass er als Unternehmer handelt, etwa mit einer gültigen USt-IdNr. oder einem Registerauszug. Bedingungen von Unternehmern gelten nicht, auch wenn wir ihnen nicht widersprechen.

§ 2 Gespräch, Entwurf und Vertragsschluss

  1. Der Kunde beschreibt seinen Betrieb in einem WhatsApp-Gespräch. Daraus erstellen wir einen Entwurf seiner Website. Gespräch und Entwurf sind kostenlos und unverbindlich.
  2. Bis zum Vertragsschluss erstellen wir genau einen Entwurf. Inhalte wie Texte, Bilder, Öffnungszeiten und Kontaktdaten passen wir auf Wunsch an. Änderungen der Gestaltung gibt es erst im Abo.
  3. Das „Ja“ des Kunden im Gespräch ist noch keine Bestellung. Wir schicken ihm daraufhin den Link zur Bezahlseite. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde dort diese AGB akzeptiert, die Bestellung mit dem Bestellknopf abschickt und unser Zahlungsdienstleister (Stripe) die Zahlung bestätigt.
  4. Auf der Bezahlseite kann der Kunde seine Eingaben vor dem Abschicken prüfen und korrigieren. Wir speichern den Vertragstext. Nach Vertragsschluss erhält der Kunde diese AGB in der akzeptierten Fassung und die Widerrufsbelehrung per E-Mail.
  5. Vertragssprache ist Deutsch. Die englische Übersetzung dient nur dem Verständnis, maßgeblich ist die deutsche Fassung.

§ 3 Leistungen im Abo „Website im Abo“

  1. Wir stellen dem Kunden für die Dauer des Vertrags eine Website bereit, die auf seinem Entwurf beruht. Sie läuft unter einer Adresse der Form name.prontoweb.io. Die Adresse bleibt unsere. Nach Vertragsende halten wir sie zwei Monate für den Kunden frei, danach dürfen wir sie neu vergeben. Eine eigene Domain des Kunden gehört nicht zur Leistung.
  2. Zur Website gehören Hosting und technische Pflege. Außerdem erstellen wir aus den Angaben des Kunden ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Für die Richtigkeit dieser Angaben ist der Kunde verantwortlich (§ 7). Im Fuß jeder Website steht ein Hinweis auf ProntoWeb. Er gehört zur Leistung und wird nicht entfernt.
  3. Inhalte ändert der Kunde jederzeit per WhatsApp, ohne Begrenzung der Anzahl. Dazu zählen Texte, Bilder, Öffnungszeiten, Kontaktdaten und Listeneinträge. Wir setzen jede Änderung sofort auf der Website um, ohne gesonderte Vorschau.
  4. Umbauten der Gestaltung gibt es je Kalendermonat in der Anzahl, die das Produkt auf der Bezahlseite nennt (heute zwei). In den ersten sieben Tagen nach dem Livegang sind es fünf, gezählt auf den Monat. Nicht genutzte Umbauten verfallen am Monatsende. Weitere Umbauten kann der Kunde zu dem Preis dazukaufen, den wir ihm vorher im Gespräch nennen und den er bestätigt.
  5. Wir arbeiten mit Sprachmodellen (künstlicher Intelligenz) und mit Unterauftragnehmern. Ein bestimmtes gestalterisches Ergebnis schulden wir nicht. Ebenso wenig schulden wir eine Platzierung in Suchmaschinen oder eine bestimmte Zahl von Besuchern.
  6. Wir dürfen den Dienst aus triftigem Grund ändern, etwa wegen neuer Technik oder einer geänderten Rechtslage. Für den Kunden entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Beeinträchtigt eine Änderung den Kunden mehr als unerheblich, informieren wir ihn vorher, und er kann kostenfrei kündigen (§ 327r BGB).

§ 4 Preise und Zahlung

  1. Es gilt der Preis, den die Bezahlseite bei der Bestellung nennt (heute 19,00 € im Monat). Er wird monatlich im Voraus fällig, erstmals mit Vertragsschluss.
  2. Alle Preise enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer. Unternehmer im EU-Ausland mit gültiger USt-IdNr. zahlen den Nettopreis (heute 15,97 €), die Steuer schulden sie selbst (Reverse Charge).
  3. Wir rechnen über Stripe ab. Rechnungen erhält der Kunde per E-Mail.
  4. Einen Rabattcode löst der Kunde auf der Bezahlseite ein. Sieben Tage bevor ein Rabatt endet, erinnern wir ihn per WhatsApp an den dann geltenden Preis und an den Weg zur Kündigung. Danach gilt der reguläre Preis.
  5. Den Preis ändern wir nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden. Wir kündigen einen neuen Preis sechs Wochen vorher an. Stimmt der Kunde nicht zu, läuft sein Vertrag zum bisherigen Preis weiter, und wir können ihn ordentlich kündigen (§ 6 Abs. 2).
  6. Bleibt eine Zahlung aus, erinnern wir den Kunden. Ist sie 14 Tage nach Fälligkeit nicht eingegangen, nehmen wir die Website bis zum Zahlungseingang offline. Nach 30 Tagen dürfen wir außerordentlich kündigen.

§ 5 Widerrufsrecht für Verbraucher

  1. Verbraucher können den Vertrag binnen 14 Tagen widerrufen. Einzelheiten stehen in der Widerrufsbelehrung (Anlage 2).
  2. Die Website geht sofort nach der Zahlung online, wenn der Kunde das auf der Bezahlseite ausdrücklich verlangt.
  3. Widerruft der Kunde trotzdem innerhalb der Frist, erstatten wir den vollen Betrag und nehmen die Website offline. Wertersatz für die Zeit, in der sie online war, verlangen wir nicht.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

  1. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.
  2. Beide Seiten können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen. Für einen bereits bezahlten Monat erstatten wir nichts anteilig.
  3. Der Kunde kann auf drei Wegen kündigen: über den Knopf „Vertrag hier kündigen“ auf prontoweb.io, im Kundenportal oder in Textform. Textform schließt eine WhatsApp-Nachricht im Gespräch ein. Wir bestätigen jede Kündigung in Textform und führen sie selbst aus.
  4. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Für uns ist ein wichtiger Grund insbesondere ein Verstoß gegen § 7 Abs. 3 oder ein Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen.
  5. Mit dem Vertragsende nehmen wir die Website offline. Bis 30 Tage danach schicken wir dem Kunden auf Wunsch die Texte und Bilder, die er geliefert hat. Danach löschen wir die Daten der Website, soweit wir sie nicht aufbewahren müssen.

§ 7 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde macht wahre und vollständige Angaben, vor allem für das Impressum. Ohne vollständiges Impressum geht keine Website online.
  2. Der Kunde prüft seinen Entwurf vor dem „Ja“ und seine Website nach jeder Änderung. Fehler meldet er uns im Gespräch, und wir korrigieren sie kostenlos. Mit dem „Ja“ und mit jedem Änderungswunsch gibt er die betroffenen Inhalte frei.
  3. Der Kunde liefert keine Inhalte, die gegen Gesetze oder Rechte Dritter verstoßen. Ausgeschlossen sind außerdem:
    • Erotik und Sexarbeit,
    • Glücksspiel und Wetten,
    • Waffen und Drogen,
    • extremistische oder diskriminierende Inhalte,
    • Heilversprechen,
    • Finanz- und Anlagevermittlung sowie Kredite.
  4. Erhalten wir einen begründeten Hinweis auf solche Inhalte, dürfen wir sie sperren, bis der Fall geklärt ist. Wir informieren den Kunden darüber.

§ 8 Inhalte und Rechte

  1. Texte, Fotos, Logos und andere Inhalte, die der Kunde schickt, bleiben seine. Er räumt uns für die Dauer des Vertrags das einfache Recht ein, sie für seine Website zu bearbeiten, zu veröffentlichen und technisch zu verarbeiten. Das schließt die Verarbeitung durch Sprachmodelle ein.
  2. Der Kunde versichert, dass er die nötigen Rechte an seinen Inhalten hat. Dazu gehört das Recht am eigenen Bild der abgebildeten Personen. Macht ein Dritter deswegen Ansprüche gegen uns geltend, stellt uns der Kunde davon frei, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Bei Verbrauchern gilt das nur, wenn sie die Rechtsverletzung zu vertreten haben.
  3. Texte, die wir für den Kunden formulieren, darf er auch nach Vertragsende frei nutzen. Gestaltung, Vorlagen, Code und Rahmen der Website bleiben unsere. Der Kunde darf sie während des Vertrags nutzen, aber nicht kopieren oder anderswo betreiben, und er erhält sie auch nach Vertragsende nicht.
  4. Wir dürfen die Website mit dem Namen des Betriebs als Referenz zeigen, bis der Kunde formlos widerspricht.

§ 9 Künstliche Intelligenz

  1. Im Gespräch antwortet ein KI-Assistent von ProntoWeb. Kommt er nicht weiter oder verlangt der Kunde es, sieht sich ein Mensch das Gespräch an. Eine Antwortfrist sagen wir dafür nicht zu.
  2. Texte und Gestaltung entstehen mit KI und können Fehler enthalten. Deshalb prüft der Kunde nach § 7 Abs. 2 jede Fassung.

§ 10 Verfügbarkeit

  1. Wir bemühen uns, die Website ständig erreichbar zu halten. Eine bestimmte Verfügbarkeit sagen wir nicht zu.
  2. Wartung, Störungen bei Unterauftragnehmern (Hosting, Messaging, Zahlung) und höhere Gewalt können die Website oder das Gespräch vorübergehend unterbrechen. Solche Störungen beheben wir so schnell, wie es uns zumutbar ist.

§ 11 Haftung und Mängel

  1. Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit wir eine Garantie übernommen haben.
  2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur, wenn wir eine wesentliche Vertragspflicht verletzen. Wesentlich ist eine Pflicht, ohne die der Vertrag nicht durchführbar ist und auf deren Erfüllung der Kunde vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Gegenüber Unternehmern beträgt sie außerdem höchstens die Entgelte der letzten zwölf Monate.
  3. Für Inhalte, die er geliefert oder freigegeben hat, ist der Kunde selbst verantwortlich. Das gilt auch für seine Angaben im Impressum. Unsere Haftung nach Abs. 1 und 2 bleibt davon unberührt.
  4. Die Haftungsgrenzen gelten auch für unsere Mitarbeiter und Unterauftragnehmer.
  5. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Rechte bei Mängeln digitaler Produkte (§§ 327d ff. BGB).

§ 12 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

  1. Wie wir die Daten des Kunden im Gespräch und bei der Abrechnung verarbeiten, steht in unserer Datenschutzerklärung unter prontoweb.io/datenschutz. Solange der Vertrag läuft, bleibt das Gespräch gespeichert. 90 Tage nach Vertragsende löschen wir es; ohne Vertrag 90 Tage nach dem Ende des Gesprächs. Rechnungen bewahren wir zehn Jahre auf, wie es die Abgabenordnung verlangt.
  2. Für die Daten der Besucher seiner Website ist der Kunde verantwortlich, und wir verarbeiten sie in seinem Auftrag. Dafür gilt die Auftragsverarbeitungsvereinbarung (Anlage 1), die der Kunde mit diesen AGB akzeptiert. Eine Live-Website setzt keine Cookies, hat kein Formular und bildet keine Besucherprofile. Besucherdaten sieht nur unser Hoster Vercel, in Server-Logs.

§ 13 Meldung rechtswidriger Inhalte

Jeder kann uns Inhalte auf einer von uns betriebenen Website melden, die er für rechtswidrig hält, an prontoweb@tiro-agent.com. Wir prüfen jede Meldung und teilen das Ergebnis mit (Art. 16 DSA). Dieselbe Adresse ist die Kontaktstelle für Behörden und Nutzer nach Art. 11 und 12 DSA.

§ 14 Änderungen dieser AGB

  1. Wir können diese AGB ändern, wenn sich Gesetze, die Rechtsprechung oder der Dienst ändern. Eine Änderung wird nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden wirksam.
  2. Wir schicken die neue Fassung mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Wirksamwerden per E-Mail und WhatsApp. Der Kunde stimmt mit einem Klick oder einem „Ja“ im Gespräch zu. Stimmt er nicht zu, gilt für ihn die bisherige Fassung weiter, und wir können ordentlich kündigen (§ 6 Abs. 2).

§ 15 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Verbrauchern bleibt der Schutz, den ihnen das zwingende Recht ihres Aufenthaltsstaats gewährt.
  2. Gerichtsstand ist Berlin, wenn der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
  3. Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
  4. Ist eine Bestimmung unwirksam, bleiben die übrigen wirksam.

Anlagen